Beruf: Lehrer und Kunsthistoriker
Austausch in: Madrid, Spanien
Herkunftsort: Dortmund, Deutschland

Studieren als spirituelles Abenteuer.

Felix Scheffler kam als Kunsthistoriker für die wichtigste Institution kunstgeschichtlicher Forschung nach Madrid. Dank eines DAAD-Stipendiums konnte er seine Doktorarbeit über Stillleben im 17. Jhd. Spaniens in der Abteilung “Diego Velazquez” und im Prado-Museum schreiben.

Die Iberische Halbinsel war ihm damals nicht unbekannt, da seine Mutter aus Segovia kam. Vielleicht gefiel ihm deshalb alles, was Spanien betraf.
„Ich wurde sehr herzlich in der kunstgeschichtlichen Abteilung aufgenommen, ich habe Freunde gefunden und Kontakte, die ich bis heute pflege.“

„Ich empfehle diese Erfahrung, weil ein Auslandsaufenthalt automatisch einen konstanten Kontrast zwischen dem Heimat- und dem Gastland mit sich bringt. Der ständige Vergleich der beiden Länder führt zu einer kritischen aber eben auch wohlwollenden Einstellung gegenüber beiden Ländern.“

Weitere Stipendien erlaubten es ihm, seine Forschungen in Spanien abzuschließen. Er arbeitete in Projekten und an Reiseführern, lebte davon, sich als freiberuflicher Wissenschaftsautor zu verdingen und am Goethe-Institut Madrid. Heute arbeitet er an der Deutschen Schule Madrid, wo er Deutsch und Ethik unterrichtet. Außerdem leitet er die Abteilung für Lehrerfortbildung.

„Als Lehrer und Fortbilder habe ich eine Position, auf der ich die europäischen Werte täglich betonen kann. In unserer Schule gibt es Schüler, Eltern, Lehrer und weitere Angestellte aus ganz unterschiedlichen Ländern, die gemeinsam andauernd über viele Eigenheiten unseres Gastlandes lernen aber auch über das Land, das wir kulturell vertreten.“